Gedankengänge

Deutsche Juden oder Juden in Deutschland?

Es kann kein Gespräch über deutsch-jüdische Geschichte geben, ohne über Antisemitismus zu reden. Heute wird die zeitliche Distanz zum Holocaust zunehmend genutzt, um einen Schlussstrich zu fordern.

Gemeinsam mit Ruben Gerczikow


Antisemitismus unter Coronaleugnern: Kitt der Demonstranten

Unter Relativierungen wie „Covidioten“ wächst eine gefährliche Bewegung heran. Sie bildet den Nährboden für antisemitische Gewalt.

Gemeinsam mit Ruben Gerczikow


Ist Gender-Sprache eine Frage der Gerechtigkeit?

Eine bewusste Sprache ist die beste Verteidigung. Sie ist das Mittel, »Leiden beredt werden zu lassen« (Adorno), was gerade im Angesicht antisemitischer Übergriffe unabdingbar ist. Und mehr noch: Sprache ist der Faden jüdischer Kontinuität.


Queeres Judentum? Verschwunden.

Für Jüdinnen und Juden hat Deutschland nur die Opferrolle übrig. Dass es unter ihnen widerständige und vor allem homosexuelle Menschen gab, wird leider vernachlässigt.


Welche Farbe haben Juden?

Eine Replik auf Michael Wuligers Kolumne über jüdische »People of Color«.

Von Laura Cazés und Monty Ott

 


Tel Aviv ist das neue Berlin

Ein junges, hippes Judentum hat sich in Deutschland etabliert. Wie andere religiöse Minderheiten ist es Diskriminierungen ausgesetzt. Kann gerade unter diesen Vorzeichen ein Dialog zwischen Juden und Muslimen entstehen? (...)


Wie ein "Gerücht" tödlich werden kann

Es gibt da einen Witz. Na klar, Judentum und Humor gehört irgendwie zusammen. Auch wenn es mehr Ironie ist, manchmal auch bitterer Zynismus oder Philosophie. Aber nun der Witz: "Sitzen im Jahr 1938 zwei Juden in New York auf einer Parkbank. (...)


Wieso ich eine Kippa trage - obwohl ich schon häufig dafür angegriffen wurde

Ich frage mich: Werden wir wieder den Punkt erreichen, an dem Jüdinnen und Juden fliehen müssen? Judentum ist mehr als eine Religion, Judentum ist auch eine Lebenseinstellung. (...)


Purim, eine allzu moderne Geschichte

Es dauert nicht mehr lang, dann wird am 14. Adar II in jüdischen Gemeinden wieder die Megillat Ester gelesen. Jüdische Kinder mit buntbemalten Gesichtern werden mit Ratschen so viel Krach wie nur irgend möglich machen. Und mit den geleerten Weinflaschen kann man am Ende wahre Pyramiden bauen. Wem jetzt noch nicht der Kater des letzten Jahres in den Kopf schießt, konnte die Namen eines Bösewichtes und eines Helden noch gut auseinanderhalten. (...)