"Wir lassen uns nicht unterkriegen" - Junge, jüdische Politik in Deutschland

Viele junge Jüdinnen:Juden haben sich der Vergangenheit in bemerkenswerter Weise in gesellschaftspolitischen Diskursen zu Wort gemeldet. Mindestens 25 000 von ihnen sind im Alter zwischen 18 und 35 Jahren. Ihr Auftreten ist angesichts der virulenten Bedrohung des Antisemitismus alles andere als selbstverständlich. Doch wer sind diese jungen Menschen, die sich zu Wort melden? Was treibt sie an? Wie steht ihr politisches Engagement im Zusammenhang mit ihrer jüdischen Identität? 

 

Diesen Fragen gehen Ruben Gerczikow und Monty Ott nach. Mit ihren Reportagen tragen sie ein Kaleidoskop jüdischer Identitäten zusammen, das im Widerspruch zu der erinnerungskulturellen Festschreibung von Jüdinnen:Juden als passive Opfer steht. Die einzelnen Kapitel beleuchten, wie junge Jüdinnen:Juden in unterschiedlichsten gesellschaftlichen Sphären Räume erkämpfen. Sie erzählen davon, wie eine junge Generation von Jüdinnen:Juden ein neues Selbstbewusstsein entwickelt, durch das sie Handlungsmacht in dieser Gesellschaft besitzen. 

 

Mit einem Vorwort von Remko Leemhuis und einem Nachwort von Felix Klein